Der Schulleiter - Werdegang & Motivation

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Geboren und aufgewachsen im sächsischen Torgau kam ich im Jahr 2001, nach abgeschlossenem Ingenieurstudium am Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der TU Berlin, nach Nürnberg. Eigentlich auf der Suche nach einem Arbeitsplatz, fand ich schon nach kurzer Zeit eine Freizeitbeschäftigung, die mich in den folgenden Jahren immer stärker faszinieren und schließlich zu einem Lebensweg werden sollte. Ich hatte das traditionelle Taekwon-Do im damaligen Kwon, Jae-Hwa - Taekwon-Do Center Nürnberg für mich entdeckt. Schon nach wenigen Trainingsstunden war ich von den Möglichkeiten, die sich hier auftaten, beeindruckt. Ich spürte, dass ich etwas gefunden hatte, was mich auf ganz besondere Weise, sowohl körperlich als auch mental, fordern und fördern würde.

Dies lag zum einen am traditionellen Taekwon-Do selbst, welches jedem Aktiven die Möglichkeit bietet, immer weiter an sich zu arbeiten. Besonders lag es aber an meinem Lehrer, Herrn Eduard Lahner, 5. Dan und Leiter des Nürnberger Taekwon-Do Centers. Herr Lahner begann 1984 mit dem traditionellen Taekwon-Do. Als mich mein Weg in seine Schule führte hatte er also bereits viel Erfahrung als Lehrer. Er schaffte es, alle Aktiven einzubinden und an Ihre Grenzen zu führen. Hier ging es nicht darum, wer der Größte, Beste oder Schnellste ist, sondern viel mehr darum, eigene Schwächen zu erkennen und diese so gut wie möglich abzubauen. An die Stelle des Kampfes gegen einen Gegner trat hier der Kampf gegen sich selbst. Die Vermittlung von Werten, wie Respekt, Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit stand damals wie heute ganz oben auf dem Programm. Auch heute noch bin ich regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, beim Training in meiner Heimatschule, dem International Taekwon-Do Black Belt Center Nürnberg, anzutreffen.

Nach einigen Jahren intensiven Trainings begann ich, zusätzlich zum Training in Nürnberg, den Unterricht von Großmeister Efstratios Papadellis (6. Dan) in Erlangen zu besuchen. Herr Papadellis ist der Lehrer meines Lehrers und ein direkter Schüler von Großmeister Kwon, Jae-Hwa. Sein Weg im Taekwon-Do begann bereits im Jahr 1970, seit 1978 leitet er das Black Belt Center in Erlangen. Auch hier fand ich die Werte wieder, die mich in Nürnberg so am Taekwon-Do faszinierten und die über reinen Sport weit hinausgehen. Herr Papadellis, der mittlerweile bereits auf eine mehr als 40-jährige Taekwon-Do Laufbahn zurückblicken kann, hat in dieser Zeit zahlreiche Taekwon-Do Schulen im In- und Ausland gegründet bzw. durch seine Arbeit unterstützt. Er hat unzählige große und kleine Veranstaltungen und Lehrgänge organisiert. Viele seiner Schüler haben mit seiner unermüdlichen Unterstützung eigene Schulen aufgebaut. Das intensive Training in Erlangen unter der Leitung von Großmeister Papadellis begleitet mich ebenfalls noch heute. Auch dort trainiere ich regelmäßig einmal pro Woche.

Neben dem Training in Nürnberg und Erlangen nahm und nehme ich regelmäßig an zahlreichen Lehrgängen in ganz Deutschland und im Ausland (Griechenland, Österreich, USA und Zypern) teil.

Meine Erfahrungen beim Erlernen des traditionellen Taekwon-Do bewogen mich dazu, im Jahr 2006 eine eigene Taekwon-Do Gruppe in Schwabach aufzubauen. Als Trainingsort diente anfangs die Turnhalle der Lebenshilfe-Schule in der Waikersreuther Straße. Zwei Jahre lang trainierten dort Kinder und Erwachsene. Dann entschloss ich mich, eigene Räumlichkeiten zu suchen und eine "richtige" Taekwon-Do-Schule aufzubauen. Das erste Training fand am 2. August 2008 unter der Leitung meines Lehrers Eduard Lahner statt. Am 22. November des gleichen Jahres folgte die offizielle Einweihung mit einem Lehrgang unter der Leitung von Efstratios Papadellis.

Hauptgrund für meine Entscheidung eine eigene Schule aufzubauen war für mich der Wunsch, mein Wissen bestmöglich weiter zu geben. Da es mir schon immer viel Freude machte, anderen dabei zu helfen, ihre Fähigkeiten weiter auszubauen, war die Eröffnung der Taekwon-Do-Schule für mich der folgerichtige Schritt beim Erlernen des Taekwon-Do.

Besonders die Arbeit mit Kindern ist mir sehr wichtig. Leider sind die anfänglichen körperlichen Defizite bei vielen von ihnen heute unübersehbar. Schon das Stehen auf einem Bein bereitet vielen Kindern deutliche Schwierigkeiten. Um so schöner ist es, dabei sein zu können, wenn aus vermeintlich unsportlichen Kindern schließlich begeisterte "Taekwon-Do-Kids" werden. Ich selbst konnte als Kind solche Sportarten wie Geräteturnen und Wasserspringen als Leistungssport betreiben, was für meine weitere körperliche Entwicklung mit Sicherheit sehr förderlich war. Heute versuche ich den Kindern neben den rein körperlichen besonders auch mentale und soziale Werte, wie Hilfsbereitschaft, Respekt und Disziplin, aber auch Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen zu vermitteln.

Erwachsene, die mitunter davon überzeugt sind, völlig unsportlich und untalentiert zu sein, wundern sich häufig, wie gut sie es in kurzer Zeit geschafft haben, bestimmte körperliche Fertigkeiten auszubauen oder überhaupt erst zu erlangen. Immer wieder höre ich Sätze wie: "Ich hatte ständig Rückenprobleme. Jetzt mache ich seit einem halben Jahr traditionelles Taekwon-Do und die Rückenschmerzen sind weg." Auch solche Aussagen sind für mich Ansporn, meine Schüler bestmöglich zu unterstützen und das Training möglichst effektiv für alle Aktiven zu gestalten, immer mit der Maßgabe einen Gesundheitssport zu praktizieren.

Nachdem ich nun einiges zu meinen Vorstellungen vom Taekwon-Do geschrieben habe, möchte ich Sie abschließend dazu ermutigen, künftig ebenfalls aktiv zu werden und etwas für sich zu tun. Eine Kampfkunst erlernt man nicht aus Büchern, sondern nur durch regelmäßiges und beständiges Üben. Die gute Nachricht ist: Traditionelles Taekwon-Do kann jeder erlernen. Den ersten Schritt, hin zu einem Probetraining, kann Ihnen natürlich niemand abnehmen. Wenn Sie jedoch den Weg in unseren Dojang gefunden haben, werde ich mich bemühen, Sie bestmöglich zu unterstützen und auf Ihrem Weg zu begleiten.

Viele Grüße!
Torsten Stamm
 

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